Mit großer Vorfreude haben wir uns für die Fenix Rallye 2026 angemeldet. Die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren, und die Werkstatt ist voller Energie und Tatendrang. Im letzten Jahr hat Basti, unser Chef Mechaniker, zum ersten Mal Rallye-Luft geschnuppert und war so begeistert, dass er dieses Jahr selbst an den Start gehen möchte.
Bastis Abenteuer: Vom Mechaniker zum Fahrer
Basti hat sich eine schwarze Can-Am X3 RS zugelegt, die er nun rallyetauglich macht. Das bedeutet, das Originalfahrzeug wurde komplett zerlegt und mit allen notwendigen Komponenten und darüber hinaus ausgestattet. Ein neues Fahrwerk, ein großer Tank, eine neue Elektrik, ein selbst entwickeltes Navigationsboard, neue Rennsitze, zusätzliche Scheinwerfer und viele sicherheitsrelevante Anpassungen wurden vorgenommen. Eine besondere Neuerung ist ein individuell angepasster Sonnenblendschutz auf dem vorderen Teil des Daches. Dank auch der vielen zusätzlichen Tipps von Walter, einem erfahrenen Mechaniker, ist Bastis Fahrzeug nun zu 95 % fertig, und nur noch Kleinigkeiten stehen aus.
Verbesserungen an meinem Buggy
Auch mein Buggy hat einige Neuerungen erfahren. Nach den vielen Reifenpannen der letzten Rallye haben wir einen neuen Reifenhalter installiert. Ein neuer Auspuff wurde angebracht, da der alte nicht mehr passte. Zudem haben wir die Abschirmung unseres Interkomms verbessert, um die Kommunikation während der Rallye zu optimieren.
In der Welt der Rallyes ist es nicht ungewöhnlich, dass man auf technische Herausforderungen stößt. Eine solche Herausforderung hat uns kürzlich auf Trab gehalten: Probleme mit dem Turbolader. Es begann damit, dass wir Ölverlust bemerkten, das sich immer wieder im Luftfilter sammelte. Ein klares Zeichen dafür, dass der Turbolader nicht mehr optimal funktionierte.
Einen passenden Turbolader zu finden, der unseren Anforderungen entsprach, stellte sich als schwieriger heraus als gedacht. Viele Turbolader auf dem Markt sind darauf ausgelegt, die Leistung zu steigern, was jedoch eine Anpassung des gesamten Motor-Setups erfordert. Dies wollten wir möglichst vermeiden, um nicht in einen endlosen Kreislauf von Anpassungen zu geraten.
Nach intensiver Suche und einigen Frustrationen fanden wir schließlich einen geeigneten Turbolader in den USA. Er war preiswert und passte perfekt zu unseren Anforderungen, ohne dass wir das gesamte Setup ändern mussten.
Der Austausch des Turboladers war keine leichte Aufgabe, aber Basti, unser Mechaniker, nahm sich dieser Herausforderung an. Beim Ausbau des alten Turbos stellten wir fest, dass er komplett hinüber war – die Toleranzen waren um 200% überschritten. Es war also höchste Zeit für einen Wechsel.
Mit dem neuen Turbolader läuft unser Fahrzeug nun wieder einwandfrei. Wir sind erleichtert und glücklich, dass wir dieses Problem rechtzeitig vor der nächsten Rallye lösen konnten.
Ein Blick nach vorne
Diese Erfahrung hat uns einmal mehr gezeigt, wie wichtig es ist, auf die kleinsten Anzeichen von Problemen zu achten und schnell zu handeln. Dank Basti und seiner Expertise sind wir nun bestens vorbereitet für die kommenden Herausforderungen auf der Strecke.
Ein neues Reifenkonzept
Dieses Jahr haben wir uns für ein neues Reifenkonzept entschieden. Wir fahren mit den gleichen Felgen und Reifen, um uns während der Etappen gegenseitig helfen zu können. Die Wahl fiel auf die CST Asche, 32-Zoll-Reifen auf unseren 14-Zoll-Felgen – echte Allrounder, die uns gut durch die Rallye bringen sollten. Wir sind mit mehr Ersatzteilen ausgestattet als je zuvor und hoffen, dass wir uns im Notfall selbst helfen können.
Das Team von Pit: Ein Anwärter auf das Podium
Das Team von Pit hat sich zu einem sehr professionellen Team entwickelt. Harry und Stefan, die Fahrer, sind heiß auf die nächste Runde und haben aus den Erfahrungen des Vorjahres vieles Mitgenommen und wollen dieses Jahr ganz vorne mitspielen. Mit Pits langjähriger Erfahrung und Unterstützung als Fastsupport sind sie echte Anwärter auf einen Podiumsplatz.
Der Countdown läuft
In wenigen Wochen beginnt die Rallye, und wir sind dabei, alle Umbauten abzuschließen. Anfang Oktober planen wir, nach Frankreich zu fahren, um die letzten Tests durchzuführen. Die Fahrdynamik wird sich verändert haben, und die Einstellungen müssen angepasst werden. Ende Oktober geht es dann mit der Fähre nach Tunesien zur Fenix Rallye 2026. Wir hoffen, erneut eine gute Platzierung zu erreichen und die großen Teams ein wenig zu ärgern.
Wir sind gespannt und bereit, unser Bestes zu geben. Die Vorbereitungen waren intensiv, aber die Aussicht auf die Herausforderungen und Abenteuer der Fenix Rallye 2026 motiviert uns ungemein. Bleibt dran für weitere Updates!
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